Über den Wein... PDF Drucken E-Mail

Die Geschichte des Rebstockes ist viel älter als die des Menschen, die Geschichte des Weines sicherlich so alt wie die des Menschen. Vor 60 Millionen Jahren waren in großen Teilen des heutigen Europa, Nordamerika und Asien verschiedene Formen von Wildreben verbreitet. Funde von Resten fossiler Reben in steirischen Braunkohlelagern beweisen, dass in der mittleren Tertiärzeit auch im Gebiet von Österreich solche Wildreben vorkamen.

Meldungen über Weinfossilienfunde in steirischen Bergwerken jüngeren Datums liegen nicht vor, hingegen stießen Höhlenforscher in der grünen Mark auf verwitterte und vergilbte Tetrapackungen. Penibelste Recherchen ergaben, dass die Packungen dem Kleinhirn eines benachbarten Großkonzerns entstammen.

Um’s mit Wolfgang Ambros zu sagen: „Da Hofa woar’s....“

Die Weintetrapack geht auf Konto der Unfallverhütungsbehörde. Diese initiierte die Serienerzeugung zum Schutze der zittrigen Alkoholanbeter. Die Statistik beweist, Schnittwundenverletzungen durch unsachgemäßes und mit fliegender Hast getätigtes Öffnen von gläsernen Weinumschließungen, stark rückläufig.

Zweifellos hat schon der Steinzeitmensch in den Wäldern die Trauben der wildwachsenden Reben gegessen und kannte wahrscheinlich schon frühzeitig die Weinbereitung. Die Funde von Traubenkernen und einer alten Traubenpresse - ca. 8000 v. Christi, Fundort 25 km südwestl. von Damaskus – beweisen dies. Der Mensch war es auch, der aus den verschiedenen Arten von Wildreben unsere heutigen Kulturreben gezüchtet hat. Wahrscheinlich ging die Entwicklung der Weinkultur in verschiedenen Gebieten parallel vor sich. Durch die archäologischen Forschungen in Mesopotamien und Ägypten wissen wir, dass die dort lebenden Völker schon vor mehreren tausend Jahren eine blühende Weinkultur besessen haben. Es ist dies auch der Grund, warum den Assyrern und Ägyptern häufig die Gründung des Weinbaues zugeschrieben wird.

Anmerkung: Steinzeitmenschen, die im Hier und Jetzt, im 21. Jahrhundert leben, lutschen keine Trauben sondern Doppler.

Durch das Handelsvolk der Phönizier gelangte der Weinbau nach Griechenland, wo er sich bald zur Hochblüte entwickelte. Griechische Kolonisten brachten den Wein nach Süditalien und Südfrankreich, wo er bald das ganze Land bedeckte. Mit der Ausdehnung des römischen Weltreiches brachten dessen Soldaten die Rebe als Zeichen des Friedens und als Vermittler der Zivilisation in die eroberten Gebiete. Auf diese Weise kam der organisierte Weinbau auch in die römischen Provinzen nördlich der Alpen nach Norikum und Pannonien, wie ein großer Teil des heutigen Österreich damals hieß.

Die Rebe als Friedenszeichen, so ist der Wein gewissermaßen als symbolische Friedenstaube zu verstehen, heutzutage vorgeführt bei in- und ausländischen Politkerbesuchen, indem die Gehirnzellen in Alkohol getunkt werden. Überdies zeugt der Spruch in vino veritas von des Weines Einsatz als Lügendetektor. Frei übersetzt:  Betrunkene sagen die Wahrheit.

 

(Aus "Wirte und andere ehrliche Gesellen - Weinbau" - CR GUEHA)

 

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