| Die unspezifische Besonderheit |
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Was der 1995 verstorbene Soziologe Howard Higman als „unspezifische Besonderheit und ihre Rückanwendung an den Partner“ definierte, findet sich alltäglich im Beziehungsalltag wieder. Nur scheinbar erzeugt diese Definition momentanes Unverständnis oder wirkt leicht verwirrend, bei näherer Betrachtung löst sich dieser Knoten jedoch von selbst, hat doch Paul Watzlawick dieses Phänomen in seiner mittlerweile berühmten und allseits bekannten „Hammergeschichte“ bestens beschrieben. Laut Higman neigen Ehefrauen beispielsweise dazu, aus einem Nebenzimmer „Was ist das?“ zu rufen. Sie erwarten, dass der Mann aufsteht und hinübergeht, um herauszufinden, was sie meint, und in dieser Erwartung werden sie selten enttäuscht. Einem ihm befreundeten Ehemann gelang es aber, dieser archetypischen Situation einen neuen Dreh zu verleihen, indem er einfach den Spieß umkehrte. Er saß in seinem Arbeitszimmer, als seine Gattin quer durch das Haus rief: „Ist es angekommen?“ Obwohl der Mann absolut keine Ahnung hatte, was „es“ war, antwortete er: „Ja.“ Daraufhin wollte sie wissen: „Und, wo hast du es hingetan?“, und er rief fröhlich und unverschämt zurück: „Zu den anderen." Zum ersten Mal in seiner Ehe konnte er daraufhin stundenlang ungestört arbeiten.
(Näheres in: „Anleitung zum Unglücklichsein“ von Paul Watzlawick) |



