| DIE PROSAISCHE REISE VOM MITTELPUNKT ZUM HÖCHSTEN PUNKT OBERÖSTEREICHS |
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(experimenteller Text – erstmals publiziert 1989) der punkt ist kleinstmöglicher kreis. der punkt weitet sich aus und gestaltet die form für das auge. er verkommt zum bezugspunkt. bezugspunkt kann auch der ausgangspunkt sein. der punkt sieht ein umfeld. dieses kreist den punkt ein und steckt seine fluchtlinien als grenzen ab. das umfeld weist die struktur auf und zentriert. der punkt erlangt für das umfeld die bedeutung eines zentrums. das umfeld krönte den punkt durch die beförderung zum mittelpunkt. LINZ IST MITTELPUNKT. der linzer hauptbahnhof gilt als ausgangspunkt. ausgangspunkte sind nie ident mit mittelpunkten bleiben jedoch bestandteile des zentrums. der ausgangspunkt bahnhof unterwirft sich der autorität. die autorität sorgt für den reibungslosen ablauf des verkehrs. der zug ist integrierter fixpunkt im netz. das auge fährt im zug und blickt über die rechte fliehende schiene zu deren zielpunkt am horizont. die linke schiene läuft als schräge und sucht vergeblich irgendwo am horizont den schnittpunkt der rechten. das auge lernt die perspektive kennen und fühlt sich jetzt von der autorität beschützt. die räder des zuges rollen also auf einer geraden und einer schiefen ebene. linz ist mittelpunkt. geographisch betrachtet ziehen die beiden ebenen westlich. in einem bestimmten aber nicht näher definierten zugabteil öffnet der augenblick die tür. der nu als zeitbegriff entfleucht die tür schließt sich. der blau uniformierte augenblick der fahrkartenkontrolle entschwindet. augenblick reiht sich an augenblick. die rasch wechselnden augenblicke der landschaft vermitteln dem auge natur. erstarrte natur wie berg tal see fluß – landschaft schlechthin. – sowie die natur in ihrer reinsten form. bewegungspunkte summieren sich und bieten dem auge bewegungsabläufe menschlichen und tierischen lebens dar. attnang entknotet die stränge und sendet die gerade und die schräge zur grenze. von nun an paaren sich die schienen zum geleise und lassen nicht voneinander ab. die rechte beobachtet die linke. die linke schlängelt und vertraut der orientierung der parallele. die wassertropfen links der schienen bilden eine kompanie und rücken in die kaserne TRAUNSEE ein. die berge schieben füsse und hänge beiseite und vermissen urplötzlich den ausweichraum. der plumpe berg erleidet schmerzen. er spürt die aushöhlung. die hitze entfaltet neues weh im bergbauch. das gezische und getuschel in den innereien flüstert davon. zurück bleibt klaffende finsternis. nur zum schein weichen die berghoheiten den minderen aber unzähligen tropfen des SEE ZU HALLSTADT. das auge weist die schlängelnden parallelen zur nächsten grenze und ergibt sich der gefahr einer luftfahrt. die gondel schwebt schräg nach oben. die richtung kann nicht verfehlt werden der pfeil über der gondel verbietet eine richtungsänderung. der zufall flucht ob seiner fahrtausschließung und die gondel landet zufrieden auf hartem grund die steilheit weit hinter sich lassend. der krippenstein ist nicht zielpunkt im umfeld es mittelpunktes LINZ. er zielt als markanter punkt auf den zielpunkt. zielpunkt ist der entferntest mögliche endpunkt innerhalb der grenzen des umfeldes. die tendenz von mittelpunkt zu bestimmungspunkt steigt. zielpunkt soll höchtstmöglicher punkt sein. höchstmöglicher punkt ist gleich höhepunkt billionen von kristallen schwimmen an der oberfläche. sie demütigen das entfernte grün mit der ihnen eigenen summe aller farben. die kristallbrüche hat nicht der zufall erschaffen. der zufall nützt jedoch jede sich bietende gelegenheit zur versenkung. der thron herrscht über die kristalle. der geschickt ermeißelte thron bezeugt solide handwerkskunst. der thron neigt zur egozentrik und selbstsucht. er haßt seine unterdrückung und weiß seine besteigung oftmals mit erfolg zu verhindern. dem auge des zentrums ist die beschwerliche reise vom mittelpunkt zum höhepunkt gelungen. das auges des zentrums begrüßt ehrfürchtig den höchsten punkt seiner heimat und hält freudig vor dem DACHSTEINKREUZ andacht. 3000 meter zur meeres höhe liegen unter dem oberösterreichischen auge das seine heimat die oberösterreichische stolz verschlingt. das auge gibt sich dem himmel hin und entschwebt zum heimatlichen mittlepunkt. auge augenblick und zufall vereinigen sich vergnügt zur kraft. diese kraft zersetzt sich über dem heimatland und geht als sprühregen auf dieses hernieder.
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